Scubamarine-Spezials in voller Länge
Die neue Immersion H2O PRO im Test
Test der Immersion H2O PRO
Ich habe mich vor meiner Entscheidung eine Immersion H2O zu kaufen, sehr ausführlich mit dem Thema Tauchuhr und speziell mit der Marke Immerion beschäftigt. Erstmals wurde die H2O Professional auf der INHORGENTA 2005 in München einem breiten Publikum vorgestellt. Die anfänglich beschriebenen Probleme in diversen Foren, wie zum Beispiel bei Taucher.net, hatten mich sehr beunruhigt. Jedoch hat Immersion mit der zweiten, optimierten Auflage die Softwareprobleme in den Griff bekommen. Ende 2007 bot PADI gemeinsam mit Immersion die H2O Professional ihren Tauchlehrern und Divemastern zu einem deutlich reduzierten Preis an. Ende 2007 habe ich mir für 199 € eine personalisierte Uhr mit meinem Namen und meiner PADI Tauchlehrermummer geordert.
Auf den ersten Blick ist die Uhr sehr hochwertig und edel verarbeitet.
Die Uhr wird in einer einfachen aber dem Preis angemessenen Verpackung geliefert. Die schlichte aber schön bedruckte Kartonverpackung enthält eine Aluminiumbox mit diversen Beigaben:
1. Uhr
2. Garantiebeleg (3 Jahre Garantie)
3. Zertifikat der Qualitätsprüfung vor Produktauslieferung
4. Einzelprüfprotokoll zur Wasserdichtigkeit
5. Checkhinweis zum Kronenverschluss
6. Betriebsanleitung als CD
7. Gummiarmband (We are divers) als Zugabe
hier die Bilder der Auspackzeremonie
Die Menüführung ist überraschend einfach. Es sind keine akrobatischen Übungen nötig, um an die verschieden Einstellungen zu gelangen. Die Optionen kann man sich leicht merken. Vom Aussehen her muss sich die Immersion H2O Professional auf jeden Fall vor andern funktionalen Tauchuhren der gleichen und höheren Preisklasse verstecken. Was ihr bei der imposanten Größe (siehe Technische Daten) auch schwer fallen dürfte. Das Teil bringt ganze 170 g auf die Waage. Meine Sinn U1 mit Stahlband wiegt im Vergleich 230 g. Die Immmersion liegt angenehm auf der Hand. Im Gegensatz zu manchen Tauchern kann die Uhr auch tarieren und hat trotz ihrer Höhe von 18 mm weder links noch rechts den Hang nach unten zu ziehen. Auch vorteilhaft ist das lange Armband mit dem Haltekeil am Ende. So geht die Uhr auch bei einer versehentlich geöffneten Schließe nicht verloren. Eine zusätzliche Taucherverlängerung kann für 19 € zzgl. Versand von z.B.
http://www.wassersportbilliger.de geordert werden.
Fazit: Mit dem personalisierten Zifferblatt ein Einzelstück, das nicht nur schön aussieht, sondern auch den Anforderungen des Tauchsports insgesamt gerecht wird. Da das Display von den transparenten Zeigern überlagert wird, leidet die Ablesbarkeit etwas. Gerade Apnoe-Taucher werden die Vorteile zu schätzen wissen, wobei die Zwangspause von 10 Minuten bis zum Speichern des nächsten Tauchgangs machmal nervt. Taucht man im Zeitraum von 10 Minuten wieder ab, so werden die Gesamtdaten des zweiten Tauchgangs dem ersten hinzugerechnet. Ist die Pause länger als 10 Minuten aber innerhalb von 24 Stunden nach Ende des vorangegangenen Tauchgangs, dann wird ein neuer Abstieg berechnet und ins Logbuch abgelegt, es erscheint aber im Display die Erinnerung REP für Wiederholungstauchgang. Mit einer Messtiefe von 140 Meter und einer Messgenauigkeit von 10 cm, hebt sich die H2O klar von ihren Konkurrenten mit Tiefenmessern ab. Mal sehen ob die Uhr auf längere Sicht auch hält was sie verspricht. Leider haben schmale Handgelenke das nachsehen. Da der Armbandansatz nicht gelenkig ist. Die effektive Breite beträgt mächtige 65 mm. Also keine Uhr für schmale Frauen- und Männerarme. Dafür passt sie locker um einen 7 mm Anzug. Bequem ist die automatisch Zuschaltung der Hintergrundbeleuchtung, die mittels 180° DREHUNG des Handgelenks aktiviert wird, was bei meinem ersten Tauchgang mit der Immersion aber zum Nachteil der Batterie öfter als beabsichtigt geschah.
Technische Daten:
Die H2O PRO ist eine handgefertigte und für Taucher personalisierte Taucheruhr, die speziell für Den Taucher individualisiert wird. Auf der H20 PRO können Tauchlehrer und Divemaster Ihren Namen und Ihre Lizenznummer aufbringen lassen (Farbe der Uhr: rot).
Hinweise zur individuellen Beschriftung:
Es stehen 2 Zeilen mit je 14 Buchstaben für die Beschriftung zur Verfügung (Zeile 1 = Name, Zeile 2 = Lizenznummer bzw. Tauchernummer oder Geburtsdatum). Bei der Instructor- bzw. Divemasterversion wird zusätzlich eine Kopie der Prüfungsbescheinigung benötigt, die mit eingereicht werden muss. Lieferzeit: rd. 3-4 Wochen nach Zahlungseingang.
Ansonsten kann für "normale Taucher" der Name und die Tauchernummer bzw. das Geburtsdatum des Tauchers aufgebracht werden (Farbe der Uhr: schwarz oder orange).
Merkmale:
• Wasserdicht bis 200 Meter
•Tauchtiefenmessung bis 140 Meter
•Messgenaugikeit 10 cm
•Automatische Aktivierung ab 1,5 m Tiefe
• 3 Displays für gleichzeitige Informationen über Tauchzeit, max. Tauchtiefe, aktuelle Tauchtiefe und Temperatur
• Lichtfunktion auf Knopfdruck
• 316L Edelstahlgehäuse
• Polyurethan Kautschuk Band mit Edelstahlschliesse und Endkeil
• Verschraubte Krone und Gehäuseboden
• Einseitig drehbare Lünette
• Mineralglas
• Swiss made Tauchsensor MS 5534
• Swiss made Analog Laufwerk
• Leuchtziffern und Zeiger
• 6 Digital Funktionen: Zeit, Chronograph, Countdown, Alarm, Tauchen, Logbuch
• Display Helligkeit über Kontraststärke einstellbar
•Breite: 43 mm, inkl. Taster: 47 mm
•Höhe: 19 mm
•Gewicht: 170 g
Tastenfunktionen:
• Aktuelle Tiefe (Meter oder Feet)
• Maximal erreichte Tiefe
• Wassertemperatur (°C oder °F)
• Tauchstatus
• SEE/MEER Tauchen
• Vorauswahl der Tauchzeit
•TBL-System: Lichtfunktion durch Handgelenkdrehung
•Logbuch für die letzten 10 Tauchgänge
•Wiederholendes Tauchsignal
Funktionen im Überblick:
Funktionen / Anzeigen: - Stoppuhr (1/5 Sekunde) - Datum / Wochentag - Zweite Zeitzone Tauchtiefen-Messung - Tauchtiefen-Alarm - Auftauchzeiten-Alarm - Vier Tauchgänge speicherbar - Temperatur-Anzeige - Batteriestands-Anzeige - Überdruckventil - Lichtfunktion
Kontakt zu Immersion
http://www.immersiondivingtechnology.eu/
Handelsvertretung in Deutschland:
Azenor Ltd., c/o Phoenix World Group,
Mühlstraße 10
88085 Langenargen,
Tel. (0 75 43) 93 37 50
Verkäufer in Deutschand:
Oceanic Atom 1.0 im Härtetest
Oceanic Atom Version1.0: Elegantes Design mit mächtigem Funktionsumfang und ein paar Tücken
Als ich ihn sah, wollte ich ihn haben. schön verpackt in einer silbernen Schachtel. Zuerst dachte ich, es wäre eine gewöhnliche Taucheruhr. Doch nach einem sehr eingängigen Verkaufsgespräch wurde ich eines Bessern belehrt. Fazit: Technik vom feinsten.
Wie bei allen Tauchcomputern sollte man vor dem ersten Tauchgang die Bedienungsanleitung sehr genau studieren. Gerade im Umgang mit dem mächtigen Funktionsumfang des Atoms ist man gut beraten, sich etwas mehr Zeit als gewohnt einzuplanen.
Vielleicht lag es ja an mir. Ich habe doch etwas gebraucht, um mich mit allen Funktionen vertraut zu machen. Leider konnte erst ein klärendes Gespräch mit der Technik von Oceanic darüber Aufschluss geben, wo denn der Funkcode zu finden ist. Über diesen Punkt schwieg sich die Betriebsanweisung aus. Vielleicht lag es daran, dass ich mich noch nie in der Umlaufbahn eines funkgesteuerten Tauchcomputers befunden habe. Also für alle, die es noch nicht wissen. Die Seriennummer auf der Sendereinheit wird in die TID Einstellung eingetragen werden muss. Zudem hätte ich bei einem Tauchcomputer für 700€ ein qualitativ hochwertigeres Handbuch ohne Rasterbilder vermutet.
Während des ersten Tauchgangs stellte ich fest, dass der Atom öfters den Kontakt zum Sender verlor. Da dies kurzzeitige Auswirkungen auf Restluft-und Flachendruckanzeige haben kann, wurde ich anfangs etwas nervös. Doch schon eine kurze Bewegung des Arms in Richtung Brustkorb stellte die Verbindung zum Transmitter wieder her. Ob auch andere funkgesteuerte Tauchcomputer mit gleichen Problemen zu kämpfen haben, weis ich leider nicht. "Schau m´r mal"
Wirklich hilfreich und innovativ ist der akustische und visuelle Alarm, der den Taucher je nach Einstellung an die voreingestellten Parameter erinnert oder auf kritische Situationen hinweist. Wobei ich mir das Piepen unter meiner Kopfhaube etwas lauter gewünscht hätte.
"Safety first". Das ist auch mein Motto und da nimmt es der Atom auch sehr genau. Beim ersten Tauchgang auf 40 Meter hatte ich im Gegensatz zu meinen Tauchpartnern die längste Nullzeit, die ich beim Filmen voll ausnutzen konnte.
Beim zweiten Tauchgang mit dem gleichen Buddy auf 40m hatte ich aber wieder eine geringer Nullzeit als mein Buddy, was den Tauchgang verkürzte und einen zusätzlichen Deco-Stopp von 5 min nötig machte. Tipp evtl. beim ersten Tauchgang den CONS-Faktor „EIN“ und beim zweiten Tauchgang wieder „AUSSCHALTEN“. Somit dürften die Tauchzeiten wie beim Suunto VyTec sein.
Die Plastikkappe, die den Tauchcomputer vor Schäden durch Schläge und Kratzer schützen soll, fällt nicht sonders auf und stört auch nicht beim täglichen Tragen. Da der Schutz direkt auf der Uhr aufliegt, trocknet der Zwischenraum aber sehr langsam. Dies macht sich gerade nach einem Tauchgang in Salzwasser bemerkbar. Es bildet sich eine feine Salzkruste zwischen Tauchcomputer und Schutzkappe, die bei Ablesen über Wasser etwas stört.
Leichte Probleme beim Ablesen unter Sonneneinstrahlung ist auf das Display zurückzuführen. Leider lässt sich diese Option nicht einstellen.
Im Gegensatz zum Atom 2.0 ist der Batterieverbrauch des Atom 1.0 schon grenzwertig. Über ein Jahr hinweg musst ich die Batterie drei mal austauschen. Tipp: Bei Lagerung des Atom die Funkverbindung „RCUR“ auf OFF stellen. Leider kam es auch zu zwei Softwareproblemen, die aber kostenfrei von Oceanic behoben wurden. Ein klarer Vorteil ist hierbei die Möglichkeit per Firmware dem Atom die Sternschnuppen auszutreiben.
Doch die Funktion, die alle Tücken und Unschönheiten wieder wettmacht, ist die Tatsache, dass die Möglichkeit besteht, unter Wasser die Nitroxgemische zu wechseln. Dies kann nun auch der neue Suunto D9, aber für den doppelten Preis.
Fazit:
Ein Tauchcomputer mit einer Reihe innovativer Funktionen, der nicht nur bei ambitionierten Sporttauchern seine Anhänger finden wird. Wie bei Personal Computern, geht die technische Entwicklung auch bei Tauchcomputern rasend schnell vor an. Leider wurde mal wieder der Qualitätstest auf die Anwender abgewälzt, was im Hinblick auf die Unfallgefahr eine sehr fragwürdige Vorgehensweise der Hersteller ist. Zum Glück lässt sich über ein Firmware-Update der Tauchcomputer schnell und ohne lange Reparaturzeiten wieder in die richtige Umlaufbahn befördern.
Als besonderes Extra liefert Oceanic das PC-Interface mit einer US-Schnittstelle gleich mit. Bei Suunto kostet das Interface zusätzlich ca. 40€ Aufpreis.
PS. Als Apple-Anhänger wünsche ich mir eine Software, die auch auf OSX lauffähig ist. Wer einen neuen Intel-Mac hat, kann man sich aber zwischenzeitlich mit der Windowsumgebung behelfen. G4 und G5 Rechner müssen den Umweg über VirtualPC in Kauf nehmen.
Haifischbiss und Lungenriss
Jens Köppe von Scubamarine
Kontakt zu Oceanic
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